HPU & Mineralienmangel: Die Zusammenhänge, die viele Betroffene nicht kennen

HPU & Mineralienmangel: Die Zusammenhänge, die viele Betroffene nicht kennen

von Edona Kamencic, Gesundheitsexpertin bei The Minerals

Warum Mineral Balancing für viele Frauen ein Game Changer sein kann

Chronische Erschöpfung, obwohl “alle Werte im Normbereich” sind. Brain Fog, der den Alltag erschwert. Ein Körper, der sich einfach nicht erholen will, egal wie viel Ruhe, Ernährungsumstellung oder Selbstfürsorge investiert wird. Viele Frauen kennen dieses Gefühl – und viele fühlen sich damit ziemlich allein, weil ihnen niemand so wirklich eine Erklärung liefern kann.

Dieser Artikel möchte genau diesen Frauen eine Stimme geben und einen oft übersehenen Zusammenhang erklären: den zwischen HPU, Mineralienmangel und Erschöpfung.

Kurzer Hinweis vorweg: Dieser Artikel ersetzt keine individuelle medizinische Beratung oder Diagnostik. Bei anhaltenden Beschwerden empfehlen wir immer, fachkundige Unterstützung an die Seite zu holen.

Was ist HPU eigentlich?

HPU steht für Hämopyrrollaktamurie. Vereinfacht gesagt beschreibt HPU eine Stoffwechselstörung, bei der ein bestimmtes Nebenprodukt der Hämsynthese (also der Bildung des roten Blutfarbstoffs) im Übermaß über den Urin ausgeschieden wird. Dieses Molekül bindet sich dabei an wichtige Mineralien und Vitamine – vor allem an Zink, Vitamin B6 (bzw. dessen aktive Form P5P) und Mangan – und schleust sie ungenutzt aus dem Körper. Die Schulmedizin erkennt HPU leider nicht an. Wir möchten Frauen mit diesen Symptomen trotzdem eine Stimme geben.

Häufig genannte Begleiterscheinungen sind unter anderem:

• chronische Erschöpfung, die sich durch nichts wirklich bessert
• Brain Fog und Konzentrationsschwierigkeiten
• hormonelle Dysbalancen und Zyklusbeschwerden
• Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Angstgefühle
• eine ausgeprägte Stressintoleranz
• Verdauungsbeschwerden

Wenn Stress und Erschöpfung sich gleichzeitig anfühlen

Ein Muster, das bei diesem Thema besonders häufig auftaucht: gleichzeitig gestresst, überfordert UND erschöpft zu sein. Das klingt zunächst widersprüchlich – Stress und Erschöpfung wirken doch eigentlich wie Gegenteile. Sind sie aber nicht. Der Kopf ist im Alarm-Modus, das Nervensystem läuft auf Hochtouren, während der Körper gleichzeitig kaum noch Reserven hat, um mit diesem Alarm umzugehen.

Man ist also “on”, ohne wirklich Energie zu haben – überreizt und leer zugleich. Das passiert, wenn Nervensystem und Mineralhaushalt über längere Zeit nicht mehr im Gleichgewicht sind: Der Körper schüttet weiter Stresshormone aus, obwohl ihm längst die Nährstoffgrundlage dafür fehlt, das auch gesund zu tun.

Der Zusammenhang zwischen HPU und Mineralienmangel

Das Tückische an HPU ist, dass es sich um einen sich selbst verstärkenden Kreislauf handelt. Zink, B6 und Mangan sind nicht irgendwelche Mineralien – sie sind Cofaktoren für hunderte Enzymreaktionen im Körper. Sie werden gebraucht, damit das Nervensystem Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin überhaupt bilden kann, damit die Nebennieren richtig arbeiten, der Blutzucker stabil bleibt und das Entgiftungssystem funktioniert.

Fehlen diese Mineralien dauerhaft, gerät genau das System aus der Balance, das eigentlich durch stressige Zeiten tragen soll: die Stressachse. Der Zusammenhang zwischen Mineralienmangel, Energie und Antriebslosigkeit wird in vielen Gesundheitsgesprächen leider einfach nicht ganzheitlich betrachtet. Betroffene hören oft “alle Werte sind im Normbereich” und stehen trotzdem mit ihrer Erschöpfung allein da. Dabei ist ein Mineralienmangel selten die alleinige Ursache einer Erschöpfung, aber fast immer ein Teil davon, den man nicht übersehen sollte.

Was diese Mineralien im Körper eigentlich tun

Ein kurzer Überblick über einige der Mineralien, die in diesem Zusammenhang besonders relevant sind:

Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion, einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel und zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Es ist außerdem an zahlreichen Enzymreaktionen beteiligt und spielt eine Rolle bei der Regulierung der Hormone.

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen psychischen Funktion und zu einer Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Gerade bei Stress verbraucht der Körper deutlich mehr Magnesium, als über die Ernährung häufig ausgeglichen wird.

Natrium und Kalium sind zentrale Elektrolyte für den Wasserhaushalt, die Muskel- und Nervenfunktion und den Blutdruck. Bei chronischem Stress verliert der Körper über die Nebennieren mehr Natrium, als vielen bewusst ist.

Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen psychischen Funktion und zur Regulierung der Hormontätigkeit bei – und ist bei HPU eines der Vitamine, die am stärksten betroffen sind.

Es geht hier nicht um irgendwelche Nice-to-have-Nährstoffe, sondern um die Basis, auf der das gesamte Nerven-, Hormon- und Energiesystem aufbaut.

Warum der Verlust so viel tiefer geht, als man zuerst denkt

Bei HPU geht es nicht “nur” darum, dass ein paar Mineralien fehlen – der Verlust findet auf Zellebene statt, und genau das macht das Ganze so weitreichend. Zink, Vitamin B6 und Mangan sind Cofaktoren für hunderte Enzymreaktionen, auch in den Mitochondrien, den Kraftwerken jeder einzelnen Zelle, die Energie produzieren. Fehlen diese Mineralien, leidet nicht nur “die Energie” im Allgemeinen, sondern die Energiegewinnung auf zellulärer Ebene selbst.

Auch die Darmschleimhaut ist betroffen: Zink spielt eine zentrale Rolle für die sogenannten Tight Junctions, also die “Türsteher” der Darmbarriere, während Vitamin B6 unter anderem für den Aufbau von körpereigenem Eiweiß wichtig ist, das die Schleimhäute ständig erneuert. Vitamin B6 wird zudem für die Bildung von Taurin gebraucht – und Taurin ist wiederum an der Gallenproduktion beteiligt. Und weil Häm auch für Entgiftungsenzyme wie Cytochrom P450 in der Leber gebraucht wird, geht man im Rahmen der HPU-Theorie davon aus, dass zusätzlich die Entgiftungsfähigkeit der Leber geschwächt sein kann – die Leber wird also zusätzlich belastet, obendrauf auf alles andere.

Das erklärt auch, warum sich HPU nie nur auf ein einziges System beschränkt, sondern gleich mehrere Systeme gleichzeitig betrifft: Nervensystem, Hormonsystem, Verdauung, Leber und Energiestoffwechsel hängen alle an denselben paar Mineralien. Weil diese Systeme sich gegenseitig beeinflussen, entsteht ein echter Teufelskreis: Fehlt es an einer Stelle, fehlt es kurz darauf auch woanders. Deshalb bringt wildes, unkoordiniertes Nehmen einzelner Vitamine oder Supplemente meist wenig. Der erste sinnvolle Schritt ist stattdessen, gezielt zu schauen, wo der eigene Mineralstoffhaushalt wirklich steht – also Mineral Balancing, statt Rätselraten.

Entlastung & Nährung statt Detox, Kuren & Biohacking

Ein Denkfehler, der in der Wellness-Welt weit verbreitet ist: das Gefühl, man müsse dem Körper bei Erschöpfung noch mehr abverlangen – entgiften, reinigen, resetten, mit immer neuen Kuren und Biohacking-Routinen. Wenn das System bereits erschöpft ist, wenn die Nebennieren am Limit arbeiten und ohnehin schon Mineralien fehlen, ist genau das oft zusätzlicher Stress für einen Körper, der schon zu viel davon hat.

Was in dieser Situation tatsächlich hilft, ist meist das Gegenteil: Entlastung und Nährung, bis auf Zellebene. Ruhe, ausreichend und leicht verdauliche Nahrung, ein reguliertes Nervensystem – und genau die Mineralien wieder aufzufüllen, die fehlen, statt sie mit der nächsten Kur weiter zu entziehen.

Mineral Balancing als wichtiger Baustein

Ernährung, ein reguliertes Nervensystem und ein gesunder Darm bilden die Basis einer nachhaltigen Erholung. Mineral Balancing ist dabei ein Baustein, der oft übersehen wird, obwohl er entscheidend ist. Denn selbst die beste Ernährung bringt wenig, wenn der Körper – aus welchem Grund auch immer – Mineralien nicht halten kann.

Dabei geht es nicht darum, “noch ein Supplement” zu nehmen – Elektrolyt-Mischungen wie die von The Minerals lassen sich eher als kleines Ritual im Alltag verstehen: eine Art, das eigene Wasser bewusster und “besser” zu machen, statt es einfach nur zu trinken. Sie können hier ein alltagstauglicher Baustein sein, um den Elektrolythaushalt zu unterstützen – etwa an Tagen mit viel Stress, in bestimmten Zyklusphasen oder bei einem vollen Alltag. Sie ersetzen keine Diagnostik, keine individuelle Therapie und kein tieferes Mineral Balancing, können aber ein liebgewonnenes kleines Ritual im Alltag werden.

Zwei Mischungen im Fokus: Entspannungsmischung & Frauenmischung

Besonders zwei unserer Blends eignen sich für genau dieses Thema: unsere Entspannungsmischung und unsere Frauenmischung.

Die Entspannungsmischung haben wir für Momente entwickelt, in denen das Nervensystem eine Pause braucht – abends, an stressigen Tagen oder wenn einfach zu viel los war. Die Frauenmischung begleitet den weiblichen Zyklus, weil der Körper in den unterschiedlichen Zyklusphasen unterschiedliche Unterstützung braucht. Beide verstehen wir nicht als Behandlung, sondern als kleines, alltagstaugliches Ritual – eine Art, das eigene Wasser und den eigenen Tag bewusster zu gestalten.

Was Betroffene mitnehmen können

Wer sich in diesem Artikel wiedererkennt, wer seit Jahren das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, obwohl “alle Werte im Normbereich” sind, ist mit diesem Gefühl nicht allein, auch wenn es sich oft so anfühlt. Es lohnt sich, das Thema Mineralien anzuschauen und bei Bedarf mit einer Fachperson über HPU zu sprechen. Der Körper sendet ständig Signale – und manchmal ist die Antwort nicht noch eine weitere Restriktion, sondern schlicht: mehr von dem, was ihm fehlt.

Über die Autorin
Dieser Artikel wurde von Edona Kamencic verfasst, Holistic Health & Hormon-Coachin mit Fokus auf Erschöpfung und Leaky Gut. Sie hat die hier beschriebenen Zusammenhänge selbst erlebt und teilt ihr Wissen, um Betroffenen eine Stimme zu geben.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnostik oder Therapie. Bitte wende dich bei gesundheitlichen Beschwerden an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Heilpraktikerin deines Vertrauens.

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